Beobachtungsjournal

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Veröffentlichte Beobachtungen: 7 Einträge

Zwischen Eleganz und Tolpatschigkeit - windiges Drama in zwei Akten

Lachmöwe
Chroicocephalus ridibundus

Weitere beobachtete Vogelarten: Silbermöwe

18.10.2025 · 09:40 Uhr

Ort: Nienhagen Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto des Beobachtungsorts
Frühschicht am Strand von Nienhagen. Der auflandige Wind peitscht die Wellen ans Ufer – und für uns Möwen heißt das: Vorhang auf zur großen Futtersuche!

Während die Lachmöwe die absolute Eleganz mimt, perfekt im Gegenwind segelt und das Wasser nach Frühstück scannt, läuft auf dem Buhnenpfahl nebenan die Slapstick-Einlage des Morgens.

Auftritt Silbermöwe: Eigentlich auf der Suche nach der perfekten Aussichtsplattform, uneigentlich das Opfer einer nassen Algen-Welle. Ein falscher Schritt, kein Halt auf dem rutschigen Holz, und schon mutiert der stolze Küstenvogel zur Comicfigur auf einer Bananenschale. Flügel werfen, Balance verlieren, würdevoller Abgang rückwärts ins Spritzwasser.

Während die Lachmöwe elegant weiter fliegt, wäscht sich die Silbermöwe die Peinlichkeit aus dem Gefieder. Aber ihr Futter bekam sie trotzdem noch. Guten Morgen aus Nienhagen!
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Stramme Wadeln beim Radeln - Insel Ven

Jagdfasan
Phasianus colchicus

Weitere beobachtete Vogelarten: Sturmmöwe

12.06.2025

Ort: Insel Ven, Skåne, Schweden Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto des Beobachtungsorts
Die Insel Ven liegt mitten im Öresund zwischen Dänemark und Schweden und kann sehr gut mit dem Fahrrad erkundet werden. Man kann Fahrräder vor Ort ausleihen oder auch sein eigenes Rad mitbringen.
Die Insel ist von Agrarlandschaft geprägt. Man kann am Uferbereich wunderbar Seevögel beobachten, aber das Highlight sind wohl eher die Jagdfasane, die es auf der gesamten Insel gibt.

Übrigens: Tycho Brahe betrieb auf der Insel eine Sternwarte, die heute noch besichtigt werden kann.
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Nichts Halbes, nichts Ganzes - die Brandgans oder Brandente

Brandgans
Tadorna tadorna

09.06.2025 · 20:07 Uhr

Ort: Mölle, Skåne, Schweden Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto der beobachteten Vogelart
Die Brandgans, so mag der Titel dieses Beitrags schon verraten, ist so ein "Zwischending" zwischen Gans und Ente und gehört in der Systematik zu den Halbgänsen (Tadornini). Sie brütet an der europäischen Atlantikküste bis hinunter zur Biskaya und auch an den Westküsten der Ostsee. Diese Brandgans traf ich bei Mölle (Skåne, Schweden) am Übergang vom Kattegatt in den Öresund.

Fliegende Höhlenbauer - die Uferschwalben

Uferschwalbe
Riparia riparia

07.05.2025 · 09:35 Uhr · 120 Minuten

Ort: Rostock-Diedrichshagen Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto des Beobachtungsorts
An den Steilküsten, wie hier in Rostock-Diedrichshagen, findet man oft viele Löcher in der Wand, die von flinken Baumeistern geschaffen wurden - den Uferschwalben. Sie wohnen etwa von Mai bis September hier und überwintern in Zentral-/ Nordwestafrika und Südamerika. Uferschwalben graben ca. 70-100 cm lange Bruthöhlen.
Die kleinen Racker sind Europas kleinste Schwalbenart. Ihr Fluggewicht beträgt ca. 11 bis 19 Gramm. Mit einer Flügelspannweite von 26 bis 29 Zentimeter flattern sie mit bis zu 50 km/h über's Wasser.
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Scharfe Schnäbel, coole Typen: Meine erste Begegnung mit den Punkrockern der Entenwelt

Gänsesäger
Mergus merganser

13.07.2024 · 16:11 Uhr

Ort: Altenkirchen, Insel Rügen Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto der beobachteten Vogelart
Eher durch Zufall entdeckte ich das Gänsesäger-Weibchen auf einem Findling am Strand. Einen derartigen Entenvogel habe ich noch nicht vor der Linse gehabt. Am nächsten Tag konnte ich wieder ein Gänsesäger-Weibchen beobachten. Ob es das gleiche, wie am Vortag war, kann ich nicht sagen. Aber diese hatte auch noch ihre Jungen dabei. Faszinierend!
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Gefundenes Fressen

Silbermöwe
Larus argentatus

10.07.2024 · 19:37 Uhr

Ort: Altenkirchen, Insel Rügen Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto der beobachteten Vogelart
Kauen wird völlig überbewertet. Diese Silbermöwe hat sich am Ufer einen recht stattlichen Dorsch aus dem Tang geangelt und ihn in sage und schreibe 38 Sekunden komplett inhaliert. Fast Food auf Maritim!
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Süße Ostsee

Ringeltaube
Columba palumbus

10.07.2024 · 19:10 Uhr

Ort: Altenkirchen, Insel Rügen Karte öffnen (neuer Tab) ↗

Foto der beobachteten Vogelart
Eigentlich können reine Landvögel wie die Ringeltaube kein Salzwasser trinken. Im Gegensatz zu echten Seevögeln (wie Möwen) fehlen ihnen spezielle Salzdrüsen, um überschüssiges Salz wieder aus dem Körper ausscheiden zu können.

Rund um Rügen ist der Salzgehalt der Ostsee extrem niedrig. Er liegt oft bei unter 0,8 % (zum Vergleich: Die Nordsee oder der Atlantik sind mit rund 3,5 % mehr als viermal so salzig). Dieses schwach salzige Wasser schadet den Tauben nicht. Ihre Nieren können diese geringe Menge Salz problemlos verarbeiten.

Ringeltauben ernähren sich rein vegetarisch von Samen, Knospen und Blättern. Diese Pflanzennahrung enthält fast kein Natrium (Salz). Ornithologische Forschungen zeigen, dass Tauben deshalb einen natürlichen „Salzhunger“ entwickeln. Sie suchen ganz gezielt nach mineralhaltigen Quellen – wie eben dem schwach salzigen Ostseewasser –, um ihren Mineralstoffhaushalt auszugleichen.

Tauben haben beim Trinken einen großen Vorteil: Sie gehören zu den wenigen Vögeln, die Wasser wie durch einen Strohhalm einsaugen können. Sie müssen den Kopf nicht nach jedem Schluck anheben. Dadurch können sie in der unruhigen und gefährlichen Wellenzone am Strand in Sekundenschnelle genug Wasser aufnehmen und fliegen danach sofort wieder auf die sicheren Uferfelsen zurück.
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